[Bericht] SSV Bergneustadt – HFV 0:0 (0:0)

Da es in den letzten Spielen dieser Saison nur noch um die goldene Ananas gehen wird, war von Anfang an nicht damit zu rechnen, dass viele Honnefer sich auf den Weg nach Bergneustadt machen würden. Dies lag auch daran, dass es sich um ein Nachholspiel handelte. Während zum eigentlichen Spieltermin ein Bus aus der Badestadt gerollt wäre, musste man nun zusehen, dass man zwei Autos vollbekommt, da recht viele Leute die Pfingsttage für einen kleinen Urlaub nutzten. Viele werden wohl auch keine Lust gehabt haben 160 Kilometer für ein Spiel beim Tabellenletzten abzureissen.
Natürlich machten sich dennoch einige auf zur weitesten Auswärtsfahrt der Saison. Um die ganze Sache etwas interessanter zu gestalten, entschied man sich, schon morgens aufzubrechen. Schließlich konnte man in Erfahrung bringen, dass in Bergneustadt Kirmes ist. Die richtige Einstimmung auf das zu erwartende Kirmesspiel also.

Schon um 11 Uhr ging es dann vom Menze aus los und dementsprechend zeitig kam man dann im Bergischen an. Dort fand man alle Bierbuden der Kirmes verschlossen vor. Zum Glück erbarmte sich ein Schausteller und öffnete seine Pforten. Nach kurzer Zeit wechselte man die Bude. Günstiges Bier und bessere Bedienung. Selbstverständlich darf ein Kirmesbesuch nicht ohne Autoscooterfahrt beendet werden. Wir entschieden uns für den Kinderscooter. Nachdem man den dort fahrenden Kindern ein paar Freifahrten spendiert hatte enterte unsere Gruppe die Fahrzeuge. Besorgte Blicke bei den Inhabern inklusive. Ein Rennen auf Leben und Tod begann. Mit 6 km/h ging es durch den Rundkurs. Alles war erlaubt. Gerangel bei Überholmanövern und spontane Geisterfahreinlagen. Da kam bei allen nochmal das Kind im Manne heraus.

Bilder oder Fotos hochladen

Noch begeistert von der rasanten Fahrt ging es dann auf den Stentenberg zum Bergneustädter Stadion. Da das Taschengeld beim Kirmesbesuch gelitten hatte, versuchten einige den Eintritt zu umgehen. Dies löste bei den Verantwortlichen des SSV so großes Entsetzen aus, dass man noch versuchte, uns eine beschädigte Türklinke anzukreiden. Alles okay. Erst als man uns dann den Getränkekauf im Stadion verweigerte, bis der ‚Vorfall‘ geklärt sei, kochten die Emotionen auf beiden Seiten etwas hoch. Zwei Mitglieder unserer ohnehin schon kleinen Reisegruppe durften daraufhin das Stadion verlassen. Den Ausruf ‚Und lasst euch hier nie wieder blicken‘ konnte man belächeln. Absteiger!

Mit Tankstellenverpflegung gings für die zwei Ausgesperrten dann in die Büsche gegenüber der Tribüne. Dort war übrigens reges Treiben. Neben uns wollten noch ein paar andere Menschen nichts für den Blick auf das Spielfeld bezahlen und so gaben sich der ein oder andere Zaunbesucher die Klinke in die Hand. Vielen Dank an dieser Stelle an den Rentner mit Jogginghose und Socken-in-Sandalen-Outfit für das zehn-minütige Referat über den bergischen Fussball!
An Support war an diesem Tag nicht zu denken. Die Gruppe dezimiert und die Laune unter anderem deswegen bei den im Stadion verbliebenden ziemlich mies.

Bilder oder Fotos hochladen

Bilder oder Fotos hochladen

Die Ereignisse auf dem Rasen sind relativ schnell geschildert. Die Mannschaft tat es ihren Fans gleich und so ging alles über und nicht in das Tor. Zum Glück hatten die Gastgeber nichts anderes geplant. Klassisches 0:0, könnte man sagen. Einziges Highlight war der Bergneustädter Torwart, der den Ball verbal zum Stehen bringen wollte und einen eigenen Abschlag mit ‚Puuhm‘ kommentierte. Wahrscheinlich eine gute Idee, das Leben im Tor des SSV mit Humor zu begegnen.

Direkt nach dem Abfiff ging es dann zurück ins Rheinland. Hoffentlich muss man so bald nicht wieder in diese Gegend gurken.
Entschuldigen muss man sich an dieser Stelle bei der Mannschaft für die fehlende Unterstützung.
Nächsten Sonntag wird es wieder laut!

Block A Boyz 98

Share and Enjoy:
  • Twitter
  • email