Archiv für Mai 2013

[Bericht] SSV Bergneustadt – HFV 0:0 (0:0)

Da es in den letzten Spielen dieser Saison nur noch um die goldene Ananas gehen wird, war von Anfang an nicht damit zu rechnen, dass viele Honnefer sich auf den Weg nach Bergneustadt machen würden. Dies lag auch daran, dass es sich um ein Nachholspiel handelte. Während zum eigentlichen Spieltermin ein Bus aus der Badestadt gerollt wäre, musste man nun zusehen, dass man zwei Autos vollbekommt, da recht viele Leute die Pfingsttage für einen kleinen Urlaub nutzten. Viele werden wohl auch keine Lust gehabt haben 160 Kilometer für ein Spiel beim Tabellenletzten abzureissen.
Natürlich machten sich dennoch einige auf zur weitesten Auswärtsfahrt der Saison. Um die ganze Sache etwas interessanter zu gestalten, entschied man sich, schon morgens aufzubrechen. Schließlich konnte man in Erfahrung bringen, dass in Bergneustadt Kirmes ist. Die richtige Einstimmung auf das zu erwartende Kirmesspiel also.

Schon um 11 Uhr ging es dann vom Menze aus los und dementsprechend zeitig kam man dann im Bergischen an. Dort fand man alle Bierbuden der Kirmes verschlossen vor. Zum Glück erbarmte sich ein Schausteller und öffnete seine Pforten. Nach kurzer Zeit wechselte man die Bude. Günstiges Bier und bessere Bedienung. Selbstverständlich darf ein Kirmesbesuch nicht ohne Autoscooterfahrt beendet werden. Wir entschieden uns für den Kinderscooter. Nachdem man den dort fahrenden Kindern ein paar Freifahrten spendiert hatte enterte unsere Gruppe die Fahrzeuge. Besorgte Blicke bei den Inhabern inklusive. Ein Rennen auf Leben und Tod begann. Mit 6 km/h ging es durch den Rundkurs. Alles war erlaubt. Gerangel bei Überholmanövern und spontane Geisterfahreinlagen. Da kam bei allen nochmal das Kind im Manne heraus.

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Noch begeistert von der rasanten Fahrt ging es dann auf den Stentenberg zum Bergneustädter Stadion. Da das Taschengeld beim Kirmesbesuch gelitten hatte, versuchten einige den Eintritt zu umgehen. Dies löste bei den Verantwortlichen des SSV so großes Entsetzen aus, dass man noch versuchte, uns eine beschädigte Türklinke anzukreiden. Alles okay. Erst als man uns dann den Getränkekauf im Stadion verweigerte, bis der ‚Vorfall‘ geklärt sei, kochten die Emotionen auf beiden Seiten etwas hoch. Zwei Mitglieder unserer ohnehin schon kleinen Reisegruppe durften daraufhin das Stadion verlassen. Den Ausruf ‚Und lasst euch hier nie wieder blicken‘ konnte man belächeln. Absteiger!

Mit Tankstellenverpflegung gings für die zwei Ausgesperrten dann in die Büsche gegenüber der Tribüne. Dort war übrigens reges Treiben. Neben uns wollten noch ein paar andere Menschen nichts für den Blick auf das Spielfeld bezahlen und so gaben sich der ein oder andere Zaunbesucher die Klinke in die Hand. Vielen Dank an dieser Stelle an den Rentner mit Jogginghose und Socken-in-Sandalen-Outfit für das zehn-minütige Referat über den bergischen Fussball!
An Support war an diesem Tag nicht zu denken. Die Gruppe dezimiert und die Laune unter anderem deswegen bei den im Stadion verbliebenden ziemlich mies.

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Die Ereignisse auf dem Rasen sind relativ schnell geschildert. Die Mannschaft tat es ihren Fans gleich und so ging alles über und nicht in das Tor. Zum Glück hatten die Gastgeber nichts anderes geplant. Klassisches 0:0, könnte man sagen. Einziges Highlight war der Bergneustädter Torwart, der den Ball verbal zum Stehen bringen wollte und einen eigenen Abschlag mit ‚Puuhm‘ kommentierte. Wahrscheinlich eine gute Idee, das Leben im Tor des SSV mit Humor zu begegnen.

Direkt nach dem Abfiff ging es dann zurück ins Rheinland. Hoffentlich muss man so bald nicht wieder in diese Gegend gurken.
Entschuldigen muss man sich an dieser Stelle bei der Mannschaft für die fehlende Unterstützung.
Nächsten Sonntag wird es wieder laut!

Block A Boyz 98

[Bericht] HFV – FC Pesch 1:2 (0:1)

Der Sonntag begann, wie schon einige Heimspielsonntage der laufenden Saison zuvor. Nicht ganz nüchtern, aber standhaft machte man sich pünktlich zum Anpfiff der zweiten Mannschaft auf zum PdE. Diese musste sich heute mit der „Zweitvertretung“ vom FSV Neunkirchen-Seelscheid messen.
Da die erste Mannschaft der Neunkirchener mit ihrer Bezirksligamannschaft den Aufstieg in die Landesliga abgehakt hatte, zog es im Laufe der letzten Spieltage vermehrt deren Spieler in die Kreisklasse B. Ein wenig unverständlich, warum der HFV das nicht genauso handhabt und schon einmal trotz breitem Kader keinen Spieler in die Zweite abgab, aber irgendwie wäre so ein Aufstieg alleine doch eh viel authentischer und schöner.

Lange Rede, kurzer Sinn, unsere Elf wurde mit 8:0 vom Platz gefegt. Vor allem gegen so einen Gegner darf man sich nicht so willen- und ideenlos präsentieren. Nachdem der Tag des HFV also so „gut“ begann, genossen wir im Vereinsheim noch das ein oder andere Kaltgetränk und stimmten uns auf das Spiel der Ersten ein, bevor wir uns runter zum Stadion begaben.
Dort angekommen wurde wie immer der Zaun beflaggt und dem Einlauf der Mannschaften entgegengefiebert. Der Support war unsererseits von Anfang an der Masse entsprechend. Vor allem nachdem nach und nach noch einige Gesichter auftauchten, die nicht so oft die Zeit fürs Stadion finden, wurde der Support mit gefülltem Block recht ordentlich. Leider konnte der Funke nicht ganz auf die Mannschaft überspringen, weshalb der HFV mit einem 0:1 in die Halbzeit ging. Chancen waren genug da, unter anderem ein Pfostentreffer durch Blankenheim; leider wurden diese wie so oft nicht konsequent genutzt.

In der zweiten Hälfte spielten die Pescher dann nur noch auf Konter und machten unserer Elf die Räume eng. Chancen die sich boten wurden ausgelassen oder landeten mal wieder am Aluminium. Neue Hoffnung keimte im Block erst wieder auf, nachdem ein Kölner Spieler die gelb-rote Karte sah und wir das Ding in Überzahl nun mit mehr Platz lässiger herunterspielen konnten. So dachte man zumindest. Wirklich zwingendes brachte der HFV nicht zustande, vielmehr boten Sie den Peschern nun noch mehr Platz zum kontern, weshalb ein Kölner in der 79. Minute das 2:0 markierte.

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Hatten wir im Block vor dem 2:0 noch auf Schlachtrufe zum anpeitschen gesetzt, machte sich auch bei uns danach ein wenig Unmut breit. Dazu bei trugen die Einwechslungen in diesem Spiel. So sehr es uns freut mit Bung und Gaetano Pettineo wieder Alternativen zu haben, die lange Zeit verletzt waren, so unverständlich war es für einige wie man diese Spieler nach ihrer Verletzung bei so einem Spiel ins kalte Wasser wirft. Nach dem 2:0 änderte sich nichts am Spielverlauf, unsere Mannschaft drang, konnte aber nichts Zwingendes herausspielen.
Erst in der 83. Minute konnten wir durch Freyberger anschließen und hatten danach noch eine hochkarätige Chance, die leider von Peschern auf der Linie geklärt wurde.

Nach dem Spiel wurde es noch etwas hitzig. Als man Freyberger an die Wäsche wollte, mussten wir im Block zunächst verbal kurz die Verhältnisse am Menzenberg klären. Das diese Truppe von Unsympathen unsere Kabine wie das heimische Kirmeszelt behandelte, unser Zeugwart zwei gestohlene Bälle zu verbuchen hatte und der Kölner Trainer meint, die wohl dicksten Eier im Land zu haben, tat ihr Übriges.
Ein nicht ganz individueller Platz mit Trink- und Rauchverbot, unsympathische Fans, Spieler und Verantwortliche; schade, dass dieser Dreck so weit oben in der Tabelle steht. Brauchen tut ihn keiner.

Für den HFV gilt es jetzt die Saison gut ausklingen zu lassen und als Dritter abzuschließen. Dazu geht es Pfingstmontag nach Bergneustadt, welche man nach einer 2:0 Niederlage gegen den Siegburger SV trotz des Tabellenplatzes auch nicht auf die leichte Schulter nehmen sollte.

Forza HFV!

Block A Boyz 98

[Bericht] SF Troisdorf – HFV 1:3 (0:1), U19 Kreispokalfinale

Am Vatertag spielte unsere U19 gegen die Sportfreunde aus Troisdorf im Kreispokalfinale. Die Kreispokalendspiele wurden auf der neuen Kunstrasenanlage des VfR Hangelar ausgetragen. Eine kleine Gruppe unentwegter machte sich mit der Straßenbahn auf den Weg. Zu den sieben Leuten aus unserer Gruppe und Umfeld gesellte sich erfreulicherweise auch ein Spieler der ersten Mannschaft.
Auf der Anlage des VfR war relativ viel los und die gute Bewirtung in Verbindung mit Bierbankgarnituren sorgte für ein gemütliches Ambiente.

Unsere U19, die eine Klasse tiefer als der SF Troisdorf spielt, zeigte gleich zu Beginn, dass der Klassenunterschied nicht so groß schien, wie anfangs befürchtet. Unsere A-Jugend spielte gut mit, war im Angriff allerdings zu ungefährlich. Der Favorit aus Troisdorf ging dann in der 30. Minute in Führung.

Nach der Halbzeitpause wirkte der HFV entschlossen und konnte sich mehrere gute Gelegenheiten zum Ausgleich herauspielen, welche leider nicht genutzt werden konnten. Den Sportfreunden gelang dann in der 65. Minute der zweite Treffer. Unsere Mannschaft gab sich nicht auf, und nur wenige Minuten später erzielte Eren Cerke den Anschlusstreffer. Es folgten zahlreiche gut vorgetragene Angriffe. Leider ohne weiteren Torerfolg. Die offensive Ausrichtung des HFV konnten die Troisdorfer dann in der letzten Minute zum Siegtreffer nutzen.

Die Troisdorfer waren am Ende der verdiente Finalsieger. Jedoch hatte unsere U19 über weite Strecken des Spiels mehr als gut mitgehalten und sich achtbar präsentiert.
Mit welcher Gleichgültigkeit der Finalsieger dann die Siegerehrung über sich ergehen ließ, war etwas verwunderlich. Bei einem umgekehrten Ergebnis wäre dies mit Sicherheit nicht der Fall gewesen.

Man trank sich in Hangelar noch einen zurecht und nahm dann die Bahn zurück nach Bad Honnef. In Rhöndorf wuchs unsere kleine Reisegruppe um zwei weitere Mitglieder an. Auf der Insel Grafenwerth ließ man Bier trinkend den Abend ausklingen, ehe es zur abendlichen Stärkung noch zur Pizzeria des Vertrauens ging. Dort wurde die türkische Gastfreundschaft in Form von Rakı einigen zum Verhängnis.

Die U19 kann sich jetzt vollends auf den Meisterschaftsendspurt fokussieren und hoffentlich den Aufstieg klarmachen.

Immer vorwärts Honnefer FV!

Block A Boyz 98

[Bericht] SSV Merten – HFV 1:1 (0:1)

Schon das Hinspiel gegen den zu diesem Zeitpunkt ungeschlagenen Tabellenführer konnte der HFV für sich entscheiden. Mit breiter Brust machte man sich also als ‚Angstgegner‘ auf den Weg in die Bornheimer Felder. Der Autokonvoi gab ein schönes Bild ab und auch die Autos mussten an roten Ampeln nicht auf ihren Spritzer Bier verzichten. Das Rhein in Flammen von vielen relativ ausgiebig gefeiert worden war, merkte man schon früh.
Relativ zeitig kam man dann an der ‚MerKur Arena‘ an. Bevor es auf die Anlage ging, schlug man noch ein kleines Lager neben dem Platz auf, um zur Aufwärmmusik den ‚Block A-Boogie‘ zu tanzen.
Die rund 16 Honnefer machte sich dann auf der rechten Ecke des Platzes breit. Die Zeit bis Spielbeginn wurde wie immer mit kompletten Nonsens überbrückt. Beatles Melodien in verschiedenen Tonlagen mit Säuferstimme sorgen immer wieder für allgemeine Belustigung. Genauso wie das Vorprogramm des SSV: Mit martialischer Musik unterlegte Vorberichte eines verkannten Entertainers.

Unser HFV kam gleich zu Beginn richtig gut in die Partie, während die Gastgeber so ihre Probleme mit den Honnefer Angriffsbemühungen hatten. In der 21. Minute klatschte dann Tobit Hogrebe den Ball mit links in den Knick. Ein Tor, dass auf der Wahrscheinlichkeitsskala beinahe mit einem Krayer-Tor zu vergleichen ist. Hinzu kam, dass dieser Treffer in der Woche zuvor durch den Spieler ungefähr 1000 mal angekündigt worden war. Also wieder eine große grüne Jubeltraube auf dem Platz.
Der bis dahin schon überzeugende Support zog nach dem Treffer noch etwas an. Insgesamt guter Auftritt.
Auch wenn hier und da mal ‚Badestadt‘ mit ‚Spargelstadt‘ verwechselt wurde.

Auch im Anschluss blieb unsere Mannschaft die bessere Elf. Erst nach dem Seitenwechsel wachten die Mertener langsam auf und intensivierten ihre Offensivbemühungen deutlich. Hinzu kam, dass man mittlerweile auch noch gegen den Schiedsrichter spielen musste. Nach der gelb-roten Karte für Copano war es dann klar, dass es wohl eher auf eine Abwehrschlacht hinauslaufen würde. Trotz der Unterzahl kam man noch zu Chancen, doch dem SSV gelang in der 78. Minuter der letztendlich verdiente Ausgleich.

Der FV Bad Honnef hatte eine starke Leistung gezeigt und in der letzten Viertelstunde in Unterzahl gut gegengehalten. Ein Unentschieden mit dem man mehr als zufrieden sein konnte. Gegen den vermutlichen Aufsteiger 4 Punkte zu holen, ist eine gute Bilanz. Dementsprechend honorierte man noch die Leistung, als die Mannschaft zur Bande kam, ehe man an das Mertener Vereinsheim zog.
Schön, wenn ein Vereinsheim noch aussieht wie ein Vereinsheim, und nicht wie eine Starbucks-Filiale.
Nette Mertener sorgten dafür, dass man noch einige Runden Kölsch vernichtete. Dann ging es in den lustigsten Wagenbesatzungen zurück in unsere Stadt.

Block A Boyz 98

[Bericht] TuS Oberpleis – HFV 1:2 (1:2)

Spiele gegen den TuS Oberpleis haben immer einen Derbycharakter. Zwar ist das Spiel gegen die Berg-Königswinterer nichts auf das man sich als Honnefer ewig im Vorfeld freut, doch ein Auswärtssieg auf dem Sonnenhügel geht einem als Badestädter ganz gut runter.

Nach Oberpleis ging es an jenem Donnerstag wie immer mit Autos. Die Fahrbesatzung des Grauens konnte den Verfahr-Rekord weiter ausbauen. Nach und nach trudelten dann auch noch lang arbeitende Mitglieder ein. Insgesamt waren an die 20 aktive Honnefer auf den Hügel gereist. Man belegte den angestammten Platz in der hinteren rechten Ecke und wartete auf die Mannschaften.

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Das Spiel begann und schon nach einigen Minuten gelang Isufi der Führungstreffer. Als der Jubel über diese frühe Führung noch nicht ganz verebbt war, erzielten die Oberpleiser den direkten Ausgleich. Ärgerlich und ziemlich überflüssig. Gut, dass Freyberger in der 21. Minute noch das 1:2 gelang. Trotz vorhandener Chancen blieb es bei diesem Ergebnis bis zur Halbzeit.

Der Support war den Begebenheiten entsprechend ganz in Ordnung. Ohne Dach auf einer offenen Anlage verpufft nunmal vieles. Auch die Begleitung durch die Trommel war eher kontraproduktiv. Oft genug konnte man sich aber lautstark bemerkbar machen. Gerade gegen Ende des Spiels erreichte vieles einen ordentlichen Lärmpegel.

In der zweiten Halbzeit wurde eine eigene starke Phase mit vielen hochkarätigen Chancen nicht genutzt, um den Sack zuzumachen. So ließ man die Gastgeber nochmal erstarken und die letzten 10 Minuten durften dann unnötig runtergezittert werden.

Nach dem Spiel begrüßte man noch ein paar alte Weggefährten ehe man noch kurz am Kickertisch die Rangfolge klärte. Vergleichsweise früh ging es dann zurück in die Badestadt.

Block A Boyz 98