Archiv für Oktober 2012

[Bericht] 1.FC Spich – FV Bad Honnef 0:1 (0:0)

Die Fahrt nach Spich sollte von den Honnefer Fans wie immer mit Autos bewältigt werden. Viel zu früh traf man sich am Stadionparkplatz, wo noch ein Spruchband erstellt wurde und die Mitfahrer auf die verschiedenen Autos verteilt wurden.
Verwirrung kam auf, als ein Mitglied nicht auftauchte und auch nicht erreichbar war. Beim Doppelpass eingeschlafen. Vollkommen nachvollziehbar. Es sollte also wie so oft einen Nachzügler geben, während der Rest schonmal in Richtung ‚Spicher Höhen‘ aufbrach. Dort wird doch mittlerweile auch der stolze Eintrittspreis von 6 Euro aufgerufen. Für einen Verein, der noch nicht mal eine Tribüne besitzt, ziemlich unverschämt. Wenigstens rechtfertigte der Rest der Anlage den Eintrittspreis, denn das Spicher Vereinsheim ist eines der Schönsten in der Landesliga Mittelrhein.

Wir entschieden uns für die linke Seite des Platzes und probierten aus den Begebenheiten das Beste zu machen.
Zum Einlauf der Mannschaften gab es auf unserer Seite ein Spruchband mit der Aufschrift ‚Weiter Vollgas bis zum Reiern‘ in Anlehnung an die sprichwörtliche Verausgabung unserer Spieler beim Pokalspiel gegen die Fortuna aus Köln.

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Das dies kein Spiel mit Dauersupport werden würde, war relativ schnell klar. Irgendwie fehlte vielen der letzte Funken Motivation. Vielleicht kam es einen auch einfach nur so vor, da man sich selber mit dem Pokalspiel eine hohe Messlatte gelegt hatte. So konzentrierte man sich zum größten Teil auf spielbezogenen Support.

In der zwöften Minute des Spiels traf Ibo Manav. Dachten wir. Dachten alle. Nur das Schiedsrichtergespann dachte nicht. Ein Spicher Spieler hatte den Ball angeblich noch auf der Linie geklärt. Mal im Ernst, das Ding war klar drin. Es nervt teilweise unglaublich mit dem Niveau der Schiedsrichter in dieser Liga. Zumindest hatte der Linienrichter auf unserer Seite nun viele neue Freunde und wir ein gemeinsames Gesprächsthema.
Diese innige Beziehung sollte sich nun durch das ganze Spiel ziehen.

Auf dem Rasen ging es hin und her, die Chancen zur Führung hatten beide Mannschaften. Es blieb jedoch beim 0:0 bis zur Pause.

Die zweite Hälfte brachte dann richtig viel Spannung mit. Auch die Schiedsrichter trugen mit fantasievollen Entscheidungen zu einem tollen Ambiente bei. Der Linienrichter wird sich wahrscheinlich immernoch freuen, dass der Spicher Freistoss nicht im Honnefer Tor landetete.

Auch wir durften uns zwischendurch mit waschechten Spichern beschäftigen. Das ist in Spich fast schon Kult. Unvergessen ist in unseren Reihen noch die ‚Sollen wir nen Spaziergang machen, du Otto?‘-Offerte eines Spichers aus einer vergangenen Saison. Diesmal war es ein Ordner, der sich genötigt sah, sich intensiver mit uns zu beschäftigen. Mit der Aussage ‚Das ist hier Fussball und kein Krieg!‘ bewies er anfangs, dass er ein kundiger Verfolger der aktuellen medialen Debatte über Fussballfans ist. Unser Gespräch endete jedoch abrupt, als wir über die Verwandschaftsverhältnisse in seiner Familie diskutierten. Schade.

Zwischen all dem Krieg spielte unsere Mannschaft weiter Fussball und konnte nach weiteren Chancen des starken Manav in der 75. Minute durch Luigi Falsone die Führung erzielen. Aufgrund schlechter Sicht war unser Torjubel etwas verzögert. Aber immerhin!
Im Anschluss passierte nicht mehr viel. Bis ein Spicher in der 90. Minute unseren Torwart bereits überwunden hatte. Das dadurch nicht der Ausgleich entstand, hatte man Emanuele Pettineo zu verdanken, der mit geschätzter Lichtgeschwindigkeit zurückgeeilt war und den Ball noch irgendwie an den Pfosten klären konnte. Richtig geile Aktion, die auf der Tribüne für eine kleine Jubelorgie sorgte. Dann war auch endllich Schluss und wir konnten endlich mal wieder einen Schreck mit der Mannschaft zelebrieren.

Im Anschluss zog es uns noch ins Spicher Vereinsheim, wo man uns überraschend freundlich aufnahm. Einige Biere und falsche Telefonnummern von Bedienungen später ging es dann zurück in die Badestadt.

Am Sonntag ist dann der Siegburger SV in Honnef zu Gast. Ein Topspiel vor hoffentlich ordentlicher Kulisse.
Mit einem Sieg in diesem Spiel könnte man in der Tabelle wieder nach ganz oben gucken.

Forza HFV!

Block A Boyz 98

FV Bad Honnef – SC Fortuna Köln 3:6 n.E. (2:2; 2:2; 0:2) [POKAL]

So ziemlich alle waren sich im Vorfeld einig, dass man sich für die erste Runde des Mittelrheinpokals die Fortuna aus Köln als Gegner wünschte. Umso größer war dann auch die Vorfreude, als den HFV tatsächlich dieses Los ereilte. Sportlich mit Sicherheit mit das Schwierigste, was in den Töpfen so herumlungerte. Allerdings auch das Einzige Los, welches eine größere Anzahl an Gästefans versprach.

Am Spieltag selbst sammelten wir uns schon relativ früh in der Kneipe, da der Anstoss schon um 14 Uhr erfolgen sollte. Ein Ärgernis stellten die aufgerufenen Eintrittspreise dar, da diese sich laut Verband an der klassenhöheren Mannschaft orientieren müssen. 12 Euro für einen Tribünenplatz ist schon happig. Man musste befürchten, dass nicht viele Zuschauer bei diesen Preisen spontan vorbeischauen würden.

Gegen Mittag machten wir uns dann durch Selhof auf Richtung Stadion und ließen die Kontrollen über uns ergehen. Ordner, die sich entschuldigen, wenn sie in einen Rucksack gucken mussten, sieht man beim Fussball auch eher selten.
Das Stadion füllte sich eher schleppend und auch aus Köln kamen nicht die erwartete Anzahl an Fans, so dass es statt der erhofften 500-600 nur circa 350 Zuschauer werden sollten. Hierbei hielten sich Heim- und Gästefans ungefähr die Waage.
Mit Einlaufen der beiden Mannschaften ging es im Block A direkt mit Vollgas los. Mit dem Nachwuchs an der Trommel wurde von Beginn in sehr guter Lautstärke losgelegt. Begünstigt wurde der Support durch einen kleinen Standortwechsel. Anstatt direkt neben der Sprecherkabine wie sonst üblich, zog es uns an das Ende der Tribüne, um nicht von anderen Zuschauern ‚gestört‘ zu werden. Eine gute Entscheidung, wie sich herausstellen sollte. Der Support an diesem Tag war so ziemlich das Beste, was der Menze seit langer langer Zeit erleben durfte.

Da machte es auch nichts aus, dass die Fortuna unseren HFV von der ersten Minute an förmlich an die Wand spielte. Unsere Mannschaft kam beinahe gar nicht in die Zweikämpfe und auch die 2:0 Führung der Fortuna zur Halbzeit war nur deshalb so gering, weil unser Torhüter einen besonders guten Tag erwischt hatte.

Mit dem Seitenwechsel änderte sich auch das Spiel des HFV. Man traute sich jetzt mehr (zu) und fand immer besser ins Spiel. Auch, weil die Fortuna-Spieler sich dank der Führung in relativer Sicherheit wogen.
Die mutige Spielweise wurde in der 70. Minute belohnt, als Ibo Manav der Anschlusstreffer gelang. Die Fortuna wusste nun nicht mehr, wie sie mit der neuen Situation umgehen sollte. Im Block A herrschte derweil
tropische Hitze. Alles in Bewegung. Und auch das ‚Steht auf für die Badestadt‘ wurde vom Rest der Tribüne angenommen.
Von den mitgereisten Kölner kam derweil nicht viel. Nachvollziehbar, das es aus deren Sicht nur ein Spiel gegen einen Landesligisten in der ersten Pokalrunde war. Etwas enttäuschtend war es dennoch.

In der 87. Minute kam dann nach einer wunderbaren Kombination die Sternstunde des Leondrit Issufi. Frei herausgespielt erzielte er mit einem Heber den Ausgleich. Kann man in dem Alter gegen einen Regionalligisten mal machen. Die Tribüne kochte jetzt endgültig und es ging tatsächlich in die Verlängerung.

Dort spielten dann nur noch die Kölner. Unserer Mannschaft und unserem Keeper gelang es jedoch irgendwie, den Spielstand über die Zeit zu retten.
Vor dem nun anstehenden Elfmeterschießen versuchten wir noch etwas den Druck von unserer Mannschaft zu nehmen. Doch die Kölner Spieler zeigten leider keine Nerven und durch zwei verschossene Elfmeter auf unserer Seite hieß der Sieger Fortuna Köln.

Auf dem Papier eine Niederlage. Gefühlt aber war das ein Sieg. Gegen den Tabellenzweiten der Regionalliga West einen 2:0 Rückstand gedreht und diesen noch bis ins Elfmeterschiessen mitgenommen. Das ist für eine
Landesligamannschaft einfach überragend. Man zollte der eigenen Mannschaft dann noch den verdienten Respekt an der Tribüne.

Das Kapitel Pokal ist für diese Saison also geschlossen, was jedoch nicht weiter tragisch ist, da dieser realistisch gesehen sowieso nicht gewonnen werden kann, wenn man betrachtet, welche Vereine da so mitspielen. Dieses Spiel war daher das Beste, was unserem Verein passieren konnte. Man zeigte sich als Gastgeber und besonders auch spielerisch von der Allerbesten Seite und kann sich nun auf den Aufstieg
konzentrieren.

Was bleibt sind die Erinnerungen an ein Spiel, in welchem der HFV nicht so klein war, wie es manchmal scheint.
Danke dafür an die Mannschaft!

Block A Boyz 98

[Pokal] HFV – Fortuna Köln

HFV-Fortuna Köln

Keine Ausreden! Für Honnef alles geben!

Forza HFV!

Block A Boyz 98

[Bericht] HFV – DJK BW Friesdorf 1:0

Nachdem unter der Woche im Spiel um Platz 3 des Kreispokals mit einem zufriedenstellenden 6-1 gegen Hellas Troisdorf der Einzug in den Mittelrheinpokal vollzogen wurde, stand am Wochenende ein wegweisendes Spiel gegen die DJK aus Friesdorf auf dem Plan.

Nachdem die letzten zwei Meisterschaftsspiele ein wenig glücklich gewonnen wurden, musste ein weiterer Sieg her, um weiterhin den Anschluss an die Spitze zu halten.
Mit Sicherheit keine leichte Aufgabe gegen die Elf aus Friesdorf, welche aufgrund ihrer Tabellensituation und den Erwartungen vor der Saison deutlich unter Zugzwang stand.

Dass die Sorge um engagiert spielende Friesdorfer, die uns das Leben schwer machen, völlig unbegründet war, zeigte sich schon in den ersten Minuten. Der HFV hatte das Spiel komplett im Griff, nicht zuletzt wegen der gut stehende Abwehr, die sich anscheinend endlich eingespielt hat. Einzig der Schiedsrichter ließ einem in den Anfangsminuten Angst und Bange werden. Seine wirren Entscheidungen erfolgten jedoch, wie leider sehr oft in dieser Liga, ausschließlich aufgrund seiner Unfähigkeit, und betrafen insofern beide Seiten.

Der Support war dem Spielverlauf entsprechend gut und ausgelassen, da sich der Wille unserer Elf auch auf die Fans übertrug und jeder entsprechend mitzog. Einer der besseren Heimauftritte dieser Saison.

Nach 24 Minuten wurde die Souveränität der Honnefer dann endlich durch ein schön herausgespieltes Tor von Daniel Blankenheim belohnt.
Bis zur Mitte der zweiten Halbzeit plätscherte das Spiel nun vor sich hin und man musste zu keiner Zeit das Gefühl haben, dass man dieses Spiel noch aus der Hand gibt. Nur die vergebenen Chancen boten Grund zum Ärgern und erhöhten von Minute zu Minute die Angst, durch ein spätes Gegentor doch noch bestraft zu werden.
So flachte auch der Support unsererseits in der zweiten Hälfte etwas ab, zu oft hat man in der letzten Zeit sicher geglaubte Siege noch verspielt.

Dank unserer weiterhin sehr gut stehenden Abwehr konnten wir das 1-0 schließlich ohne große Gefahr über die Zeit retten und den Abstand an die Spitze weiter verringern, da der VfL Rheinbach gegen Spich nicht über ein Unentschieden hinaus kam.
Nach dem Spiel wurde mit unserem Kapitän und Torschützen Daniel Blankenheim noch ausgiebig der traditionelle „Schreck“ zelebriert und die Mannschaft für die Leistung gebührend gefeiert.

Am 21.10. geht die Aufstiegstour 2013 bei oben genannten Spichern weiter. Nach dem Sieg gegen den VfL Leverkusen und dem Unentschieden gegen Rheinbach sind diese definitiv kein leichter Gegner.

Vorher trifft der HFV jedoch am 14.10. um 14:00 Uhr im Stadion am Menzenberg auf die Fortuna aus Köln, um den Einzug in die zweite Runde des Mittelrheinpokals klar zu machen.

Mit der Mannschaft, die dort am Sonntag gegen Friesdorf auf dem Platz stand, ist alles möglich!

Forza HFV!

Block A Boyz 98

[Bericht] SV Deutz 05 – HFV 2:3

Schon etwas früher als eigentlich nötig versammelten sich die Honnefer Auswärtsfahrer am „Menze“, um sich auf die bevorstehende Fahrt einzustimmen. Als dann irgendwann alle am Treffpunkt eingetroffen und auf die Autos verteilt waren, konnte es losgehen in Richtung Köln.
Der Schreiber dieser Zeilen hatte hierbei das Glück jenes Auto zu erwischen, welches „Ming Hezz hängk an Honnef“ in Dauerschleife spielte. Bei einem amtlichen Kater ganz genau das Richtige.

Der Parkplatz am Deutzer Vereinsgelände hatte dann mehr Sicherheitsglasscherben als Unkraut vorzuweisen. Mangels Alternativen ließ man die Karren trotzdem dort und machte sich auf zum Sportplatz.
Dort angekommen warteten überraschend viele Ordner. Vorbildlich wie wir nunmal sind, bezahlten wir jedoch nacheinander unseren Eintritt und betraten den Platz. Ein Ordner merkte immerhin, dass bei dieser ganzen Bezahl-Geschichte irgendetwas schief gelaufen ist. Leider mussten wir ihn ratlos zurück lassen.

Freundlicherweise empfing uns der Mann hinter dem Zapfhahn mit dem Vorschlag uns einfach direkt ein Fass zu verkaufen. Gute Idee. So ging es mit Bier und Bechern auf die hintere Seite des Platzes. Dort wurden der vordere und hintere Zaun ordentlich beflaggt und man wartete auf die beiden Mannschaften.

Unser HFV begann überlegen, konnte die vielen sich bietenden Chancen anfangs jedoch nicht nutzen. Auch die Gastgeber kamen zu guten Gelegenheiten. Zwischendurch hatte unser Capo mehr Ballbesitz als so mancher Spieler auf dem Platz. Fussballgott!
In der 23. Minute konnten wir dann doch durch Franke in Führung gehen. Gegen Ende der ersten 45 Minuten erarbeitete sich Deutz mehr Spielanteile und kam durch einen Handelfmeter kurz vor Schluss zu der Gelegenheit, noch den Ausgleich zu erzielen. Allerdings machte unser Torwart den Deutzern einen Strich durch die Rechnung, als er den Ball aus der Ecke fischte. Kurzes Ausrasten bei uns und dann kam die Halbzeit.

Der Support war während des Spiels durchaus akzeptabel. Lautstärke und Mitmachquote jedoch oft verbesserungswürdig. Die zweite Hälfte ließ dann am Ende eh nur noch spielbezogene Schlachtrufe zu, da wir mal wieder einen der spannenderen Auftritte hinlegen mussten.

Deutz kam besser aus der Kabine und konnte innerhalb von 20 Minuten das Spiel auf einen 2:1 Stand drehen.
Begleitet von lauten Rufen gelang der Mannschaft in der 70. Minute durch Leisch der Ausgleich. Es folgte eine an Spannung kaum zu übertreffende Schlussphase, in welcher beide Mannschaften die Möglichkeiten hatten, das Spiel zu entscheiden. Also theoretisch.
Denn in der 89. Minute wurde der Mann für die wichtigen Tore eingewechselt. Soenke Weber schoss nach seiner Einwechslung den Ball erst kurz an die Latte, um den Gegner zu verwirren, nur um dann eiskalt und überlegt einzunetzen. Da Tore von Weber laut Protokoll mit einem Platzsturm zu bejubeln sind, hielt es auch keinen Honnefer mehr hinter der Absperrung. Geil!
Der HFV hatte im Anschluss sogar noch die Möglichkeit, auf 2:4 zu erhöhen, doch es blieb beim Standardergebnis der vergangenen Wochen.

Nach dem Spiel zog es uns noch an die Boule-Bahn der Anlage, um den Sieg ein wenig zu feiern. Hierbei stellte sich nicht nur heraus, dass die Deutzer gute und freundliche Gastgeber sind, sondern dass sie auch genauso wenig wie wir für den Sportclub übrig haben.

Ein schöner erfolgreicher Tag, den man noch in Selläf ausklingen ließ.

Forza HFV!

Block A Boyz 98