Archiv für November 2011

[Bericht] FV Bad Honnef – 1. SF Brüser Berg 5:1

Der Tag des Heimspiels gegen den Aufsteiger aus dem Bonner Westen begann wie etliche Heimspiel-Sonntage zuvor auch begannen. Ein Teil der Block A Boyz nutzte den Vormittag um die Auswirkungen des trinkintensiven Samstag zu Hause auszukurieren, während sich ein weitaus größerer Teil bereits um 13 Uhr in der stadionnahen Kneipe „Op d´r Eck“ einfand, um sich biertrinkend auf das bevorstehende Spiel einzustimmen.
Nach dem gemeinsamen Marsch ins Stadion und dem obligatorischen Aufhängen unserer Zaunfahnen, trudelten peu a peu auch die restlichen Block A Boyz ein, so dass sich, wie fast immer in dieser Saison, ein ordentlicher Heimspiel-Mob im Block A formierte.

Die erste Halbzeit begann behäbig. Zwar gelang es unseren grün-weißen die größeren Spielanteile für sich zu verbuchen, allerdings gelang es nicht, aus dem recht gefälligen Kombinationsspiel im Mittelfeld, echte Torchancen zu kreieren. Der finale Pass wollte einfach nicht bei einem Badestädter landen.

Der Support im Block A passte sich dem Geschehen auf dem Platz weitestgehend an. Obwohl wir uns bemühten das gesamte Repertoire unseres Liedguts abzurufen, war die Stimmung im Block eher verhalten und wenig ausgelassen.

Die zweite Halbzeit sollte völlig anders verlaufen. Bereits nach 7 gespielten Minuten im zweiten Durchgang erziehlte Daniel Blankenheim das vielumjubelte und erlösende 1:0. Sowohl auf dem Platz als auch im Block A war jetzt der Bann gebrochen. Im gefühlten 10-Minuten-Takt fielen die Tore für den HFV, wobei sich Daniel Blankenheim und Thomas Freyberger als Torschützen abwechselten.

Auf den Rängen wurde das Geschehen auf dem Platz lautstark gefeiert, mehrfach wurden Blinker gezündet und permanent Schlachtrufe angestimmt. Anlässlich unseres 13. Fanclub-Geburtstages (Gründungstag war der 27.November 1998) wurden gegen Ende des Spiels auch zahlreiche Geburtstags- und Selbstfeierlieger zum Besten gegeben.

Nach dem Spiel ließen wir es uns, wie auch schon nach unserem Kantersieg gegen Wachtberg, nicht nehmen, den in unseren Augen besten Spieler des Spiels in den Block A zu rufen, um ihn dort „den Schreck“ anstimmen zu lassen.
Heute „traf“ es Daniel Blankenheim, obwohl einige auch für Ahmad Siah plädierten, der im Vergleich zu den vergangenen Wochen, sowohl kämpferisch als auch spielerisch, eine enorme Leistungssteigerung verbuchen konnte. Begleitet wurde der „Abschluss-Schreck“ von einer grünen Rauchbombe, die das gesamte Stadion derart einnebelte, dass ein Spieler scherzhaft mutmaßte, der HFV werde nun wohl in der nächsten Saison mit einem Pokal-Ausschluss wie Dynamo Dresden rechnen müssen.

Block A Boyz´98 am 27.November 2011

13 Jahre Block A Boyz!

13 Jahre Block A Boyz!

Heute vor 13 Jahren wurde unsere Gruppe gegründet. Damals hatte wohl niemand damit gerechnet, dass aus einer Bierlaune heraus etwas entsteht, dass vielen Menschen mittlerweile sehr viel bedeutet.
Auch wenn es sportlich seit 1998 immer weiter bergab ging – unsere Liebe zum HFV blieb ungebrochen.

Wir blicken zurück auf 13 Jahre Leidenschaft und auf 13 Jahre Freundschaft!

Wir bedanken uns bei allen, die in dieser Zeit unseren Weg gekreuzt haben und uns unterstützt haben.


Block A Boyz – seit 1998 und für immer!

VfL Rheinbach – FV Bad Honnef 1:2

Die Reise nach Rheinbach begann für den aktiven Teil der Honnefer Fans mit einem Treffen an der Endhaltestelle Bad Honnef. Leider war die Anzahl an Auswärtsfahrern geringer als zuletzt, aber das tat der Stimmung keinen Abbruch.
Mit der Linie 66 ging es dann nach Bonn, wo man noch eine halbe Stunde Aufenthalt hatte. Der Zug nach Rheinbach wurde dann leider knapp verpasst, da einige Gruppenmitglieder in einem Kiosk festsaßen. Durch Glück erwischte man noch einen Bus, der uns und ein paar Rentner nach Rheinbach kutschierte. Über beschauliche Dörfer und verlassene Landschaften ging es Richtung Voreifel. Da unsere Zeitplanung durch die alternative Anreise dahin war, versuchte man noch im Bus an Großraumtaxis zu kommen. Leider gab es davon in Rheinbach nur ein einziges, welches gerade auf dem Weg zum Flughafen war. Daher stand ein kleiner Gewaltmarsch vor uns, da wir für den Weg vom Bahnhof zum Stadion nur etwa 20 Minuten zur Verfügung hatten.

Ungefähr 10 Minuten vor Anstoss kamen wir im ‚‘Freizeitpark Stadion'‘ an, wo wir, wie in Rheinbach üblich, die rechte Tribünenseite belegten. Ein erfreuliche Zahl an bekannten Honnefern Gesichtern hatte zu diesem Zeitpunkt bereits dort Platz genommen.

Auf der gegnerischen Seite ein eher trauriges Bild. Früher hatte Rheinbach mit den ‚‘Voreifel Fanatics'‘ eine ordentliche Fanszene, zu der man ein freundschaftliches Verhältnis pflegte. So besuchten ein paar Block A Boyz auch 2005 die Feier zum zehnten Geburtstag der Rheinbacher Szene.
Mittlerweile kann man sagen, dass die Szene tot ist. In der letzten Saison hatten wir noch versucht, die Rheinbacher via Handy zu erreichen, um uns über die Gründe ihres Fernbleibens beim Spiel zu erkundigen. Als in diesem Jahr wieder niemand im Stadion war, schien die Sache aber klar. Wiedermal ein Beweis dafür, dass der triste Alltag in der Landesliga für manche Gruppen das Aus bedeutet. Vielleicht ist aber auch die momentane Vereinsführung dafür der Grund. Zumindest auswärts, müsste man dann aber noch was reissen.
So war man also wie gewohnt alleine auf der Tribüne für die Stimmung verantwortlich. Die vereinzelten ‚VfL‘– Rufe können an dieser Stelle wohl als Verlegenheitsversuch abgetan werden.
Die Stimmung in unserem Bereich war in Ordung, über weite Phasen aber etwas lethargisch. Da wäre mit Sicherheit etwas mehr drin gewesen.
Das Spiel begann mit einer ambitionierten Honnefer Mannschaft. Der HFV ging die Partie mit Elan und Willen an und wurde in der 17. Minute belohnt. Einen Honnefer Freistoß konnte der Rheinbacher Torwart nicht festhalten und Freyberger sorgte für die 1:0 Führung. Jubel, Trubel, Heiterkeit.
Dass wir im Laufe der ersten Halbzeit nicht noch in Rückstand gerieten, ist allein unserem Keeper zu verdanken. So ging es mit der Führung in die Pause.
Auch in der zweiten Hälfte sorgte Hoeschel dafür, dass wir in Führung blieben, bis in der 73. Minute ein schön vorgertragener Konter die 2:0 Führung für uns bescherte. Während sich die Honnefer Spieler auf dem Rasen türmten, flog bei uns Bier durch die Luft. Der erste Auswärtssieg schien in greifbarer Nähe!
Der VfL kam etwa fünf Minuten später noch zum Anschlusstreffer, was für unnötige Spannung sorgen sollte.

Als man aber sah, dass der HFV das Ergebnis routiniert und dreckig über die Zeit spielen würde, konnte man sich endgültig dem Gefühl hingeben, den ersten Auswärtssieg dieser Saison in der Tasche zu haben.
Nach den Feierlichkeiten mit der Mannschaft ging es wieder zurück nach Bad Honnef, bzw. nach Selhof, denn dieser Sieg musste noch ausführlich begossen werden. So brachte der Abend noch allerlei Anekdoten für künftige Jahre mit sich. Denn neben Fahnenschwenkern in Laubbäumen und Pyrotechnik auf öffentlichen Plätzen gab es jede Menge andere, lustige Begebenheiten.
Die Feier war noch schöner, da man gemeinsam mit unserer ‚‘Zwoten'‘ anstossen konnte, die einen ungefährdeten 4:0 Erfolg gegen den Tabellenführer errungen hatte.
Da am Vortag bereits unsere A-Jugend erfolgreich gewesen war, stand einem feucht fröhlichen Abschluss eines perfekten HFV- Wochenendes nichts mehr im Wege…

Block A Boyz 98

[Bericht] FV Bad Honnef – Bergisch Gladbach 09 II 1:1

Es ist nicht allzu lange her, da begrüßte man noch die ‚Erste‘ von Bergisch Gladbach an der Menzenberger Straße.
Damals kamen noch die Gladbacher ‚Red Devils‘ mit nach Honnef, die nach einem Spiel gegen den HFV feststellen durften, dass der Name ‚Honnefer Kreuz‘ doppeldeutig ist.
Mittlerweile, in der Landesliga angekommen, empfängt man die Zweitvertretung der Gladbacher. Zur Einstimmung auf diesen Landesliga-Kracher fanden sich einige Honnefer Fans in einer Kneipe in der Nähe des Stadions ein. Unser Stammlokal hat zu dieser Zeit leider noch nicht auf, aber diese Alternative war auch in Ordnung.

BAB98

Eine halbe Stunde vor Anpfiff ging es dann Richtung ‚‘Menze'‘ um den Block A zu beflaggen und sich auf das Spiel einzustimmen.
Aufgrund der aktuellen sportlichen Situtation kamen am Sonntag extrem wenig Zuschauer ins Stadion. Eine Kulisse, die fast schon erschreckend war. Eine Ausnahme bildete der Block A, der wie immer gut gefüllt war.
Die Stimmung war über weite Teile des Spiels passabel, allerdings brachten die Leistungen beider Mannschaften auf dem Platz die Stimmung auf den Rängen nicht gerade zum kochen. Ein insgesamt sehr schlechtes Landesliga-Spiel.
Die Gäste aus der Kölner Vorstadt hatten dann in der ersten Hälfte sogar die Möglichkeit zweimal in Führung zu gehen. Lediglich der Innenpfosten und unser Keeper hatten in diesen Situation etwas dagegen.
Durch einen Foulelfmeter ging unser HFV dann in Führung (Freyberger, 43.). Eine zu diesem Zeitpunkt eher ungerechte Führung.
Um zu Beginn der zweiten Halbzeit etwas ‚Dampf‘ in die Partie zu bringen, wurden von uns ein paar Bengalen gezündet. Ein schönes Bild, dass sicher auch den Gästen aus Gladbach gefallen haben dürfte.

Da von unserer Seite aus verantwortungsvoll mit Pyrotechnik umgegangen wird, gab es weder Verletzte noch Tote. Auch der Sport wurde nicht kaputt gemacht.

Das Spiel unserer Mannschaft wurde auch nach dem Seitenwechsel nicht wirklich besser. Auffallend waren die teilweise riesigen Lücken im Mittelfeld, der große Abstand zwischen den Offensivreihen und die Ideenlosigkeit im Spielaufbau.
Ein Spieler der Gäste hatte dann irgendwann auch keine Lust mehr auf die Partie und verabschiedete sich mit einer Tätlichkeit.
Wer davon ausging, dass man die 1:0 Führung nun irgendwie dreckig über die Zeit bekommen würde, wurde im Anschluss arg enttäuscht. Ein Durchmarsch des schlechtesten Gladbachers bis zur Grundlinie leitete den Ausgleich für die Gäste ein.
In der 82. Minute musste dann noch Ahmad Siah mit Gelb-Rot vom Platz. Es blieb beim 1:1.
Insgesamt ein Spiel zum Vergessen.

Wir haben kein Problem damit, wenn die Dinger nicht reingehen wollen, oder man einfach Pech hat. Was wir aber in Zukunft nicht wieder sehen wollen, ist, dass erreichbaren Bällen nicht nachgerannt wird. Ab irgendeinen Punkt fühlt man sich als Fan dann nämlich auch verarscht. Wir haben Defensiv-Aktionen nicht beklatscht, weil sie am Sonntag so souverän ausgeführt wurden, sondern um der Mannschaft irgendwie Sicherheit zu vermitteln. Am Sonntag gab es das erste Mal seit langer Zeit auf der Tribüne negative Äusserungen über Honnefer Spieler. Dass das so ist, tut uns allen weh. Die Hinrunde ist bald vorbei und der HFV steht mit einer bescheidenen Ausbeute auf den unteren Tabellenplätzen.
Für uns als Fans steht mehr auf dem Spiel, als für manche Spieler.
Wir haben diese Saison immer hundert Prozent gegeben.
Deshalb wollen wir am Sonntag in Rheinbach eine Mannschaft sehen, die gallig ist. Die den Sieg haben will und sich auch bewusst ist, dass sie gewinnen kann. Für den Rest sorgen wir!
Wir lassen euch nicht fallen!
Alles für die Badestadt!

Block A Boyz 1998