Archiv für Oktober 2011

[Bericht] SV Siegburg 04 – FV Bad Honnef 2:1

Die Fahrt in die Kreisstadt wurde, anders als zunächst geplant, mit Autos bewältigt. Die Fahrt mit der Linie 66 wäre sicherlich lustiger, aber auch umständlicher gewesen. So durfte sich die ‚Sektion Verschlafen‘ über eine spätere Abfahrtszeit freuen.
Für das Spiel in Siegburg war das Motto „Back in Business'‘ ausgegeben worden. Nach dem Spiel gegen Deutz wollte wir den Start einer Erfolgsserie einleiten und dies durch eine Mottotour untermalen. Da tatsächlich fast jeder mitzog, kamen die Honnefer Fans geschniegelt in Anzug und Hemd in Siegburg an. Dort blickte man wie immer wehmütig auf das Walter-Mundorf-Stadion, ehe man nach rechts auf den Kunstrasenplatz abbog. Dieser bot für Gästefans nicht allzu viele Möglickeiten, sich breit zu machen, da man sich nicht unter die Siegburger auf die Treppe quetschen wollte. Wahrscheinlich wollten die Siegburger das auch nicht.
Auf der gegenüber liegenden Seite war jedoch ein kleiner Hügel mit einer darauf befindlichen Picknick-Sitzbank mit angebautem Schirmüberzug. Dieses Teil schrie gerade zu nach uns. Der Schiedsrichterbeobachter, der dieses Fleckchen bereits vorher für sich entdeckt hatte, tat sich unsere Gesellschaft auch nichts sehr lange an, so dass man sich ungestört auf dem Hang breit machen konnte. Einziger Wermutstropfen war, dass man die Banner nicht optimal befestigen konnte. Es wurde dann lediglich das Gruppenbanner am ‚Picknick-Tisch‘ befestigt. Die ‚Bad Honnef‘ Fahne wurde beim Einlauf der Mannschaften hochgehalten.
Der Support war am Anfang der ersten Halbzeit laut und durchgängig. Später wurde es aber leiser und man erreichte nicht mehr die Anfangslautstärke.
Auf dem Rasen sorgten Freyberger für das 0:1 und der Ex-Honnefer Grootens für das 1:1. Mit diesem Pausenstand ging es dann in die Kabine.
Zum Intro der zweiten Halbzeit wurde von uns roter Rauch gezündet und erneut die ‚Bad Honnef'‘ Fahne hochgehalten. Alle waren hinter dem Banner in Bewegung. Abgerundet wurde das Bild durch einen kleinen Honnef-Schwenker.
Der FV Bad Honnef machte besonders in der zweiten Hälfte ein sehr gutes Spiel. Siegburg fiel eigentlich nicht viel ein. Leider symptomatisch für unsere momentane Situation vergab Bung freistehend eine riesige Torchance. Sowas passiert den besten Fussballern, ist aber in unserer Lage sehr ärgerlich. Nach einer weiteren guten Chance durch Freyberger gelang Siegburg die Führung. Einige hatten vorher ein klares Foul an Blankenheim gesehen. Kann man im Nachhinein auch nicht ändern.
Der Jubel war groß als dem HFV der vermeintliche Ausgleichstreffer gelang. Man hatte jedoch die Rechnung ohne den Linienrichter gemacht, der sich spontan dazu entschied, seine ganz eigene Abseitsregel anzuwenden.
Für unsere Gruppe war das eine Enttäuschung zu viel. Während es zwei Mitglieder auf den Platz zog, um ihren Unmut zu äußern, stimmten die anderen in ‚‘Fussballmafia FVM'‘ Sprechchöre ein.
Wegen Meckerns durfte Blankenheim auch etwas früher als die anderen vom Platz. Die Partie war gelaufen.
Direkt nach Abpfiff verließen wir auch das Stadion. Auf das übliche Warten auf die Mannschaft hatten wir beim Anblick der feiernden Siegburger Mannschaft einfach mal keinen Bock.
Wir Fans empfinden momentan nichts als Ohnmacht. Ohnmacht, weil wir wiederholt in wichtigen Situation durch Fehlentscheidungen benachteiligt wurden. Und auch, weil wir dazu verdammt sind, Woche für Woche zuzusehen, wie wir als bessere Mannschaft verlieren.
Wir sind keine ‚Jubel-Truppe‘, die alles abnickt und hinnimmt. Wir sind auch keine Sufftruppe, der es eigentlich egal ist, was mit unserem Verein passiert. Unsere bedingslose Unterstützung in der jetzigen, schwierigen Zeit hatte sich die Mannschaft durch den Pokal erarbeitet. Wer aber denkt, dass wir tatenlos zusehen, wie unser HFV auf/bei den Abstiegsplätzen rumkrebst, hat sich gewaltig geschnitten.

Nur der HFV!

Block A Boyz 98

[Bericht] FV Bad Honnef – SV Deutz 05 3:0

Na also! Nach langer, langer Zeit des Wartens gab es für den FV Bad Honnef mal wieder ein Erfolgserlebnis. Manch einer hatte schon vergessen, wie schön sich ein Sieg anfühlen kann. Aber alles der Reihe nach:

Der Tag begann mit eigentlich eher schlechten Vorzeichen, denn sowohl Ahmad Sieah als auch Niklas Blech mussten gegen den Kölner Stadtteilverein verletzt passen. Trotzdem waren sich alle irgendwie einig, dass hier und heute was gehen wird- weil auch einfach etwas gehen musste.
Die bisherigen Spiele des HFV waren zum größten Teil dadurch geprägt, dass man oft die bessere Mannschaft war und sich dennoch nie durch einen Sieg belohnt hatte. Besonders gravierend war die schlechte Chancenverwertung. Aus irgendeinem Grund wollte in letzter Zeit der Ball einfach nicht ins gegnerische Tor.
Die ganze beschissene Situation war für uns wie ein schlechter Traum. Wie im Halbschlaf verspielte der HFV trotz vieler Chancen die Siege.
Um unseren HFV wieder aus diesem Halbschlaf zu holen, präsentierten wir zum Einlauf ein Spruchband mit der Aufschrift ‚Aufwachen!‘. Begleitend dazu gab es große Wunderkerzen:

Aufwachen!

Der Support war von Beginn an sehr gut. Jeder wollte den HFV zum Sieg schreien, um endlich wieder einen Grund zum jubeln zu haben. Das Spiel begann dann auch äußerst vielsprechend. Unsere Mannschaft spielte sich (wie immer) gute Chancen heraus. Allerdings schien es so, als würden die Tore auch heute wieder nicht fallen wollen. In dem Moment, als man schon dachte, dass es wieder so wie immer in dieser Saison laufen würde, traf Freyberger zum 1:0. Kurz vor der Pause. Im Block brachen alle Dämme und es wurde unkoordiniert über die Stufen zum Geländer gehastet, um den Torschützen und die Mannschaft zu bejubeln.

Nach so langer Zeit war dieses Tor ein richtig geiles Gefühl.
Nach dem Seitenwechsel konnte und wollte der SV Deutz immernoch nichts gegen die drohende Niederlage unternehmen. Einen berechtigten Foulelfmeter verwandelte Freyberger zum 2:0 und die Sache schien klar zu sein.
Im Block A war die Stimmung zu diesem Zeitpunkt auf dem Höhepunkt. Kollektives Ausrasten mit Bierduschen und Hüpfeinlagen. Da man in den letzten Spielen als Gruppe die Messlatte etwas hoch gelegt hatte, und auch bei Niederlagen und Spielen wie in Hohenlind 90 Minuten Gas gegeben hatte, blieb uns auch gar nichts anderes übrig, um den Spielstand gebührend zu zelebrieren. Aber sollte dies in Zukunft unser einziges Problem sein, dürfte man wohl durchaus zufrieden sein.
Das 3:0 in der 76. Minute setzte dem Spiel die Krone auf. Wieder durch Freyberger. Das Versprechen, schon bald wieder zu treffen, dass er uns in Worringen gemacht hatte, war also mehr als erfüllt worden.
Der Abpfiff kam dann leider auch irgendwann und man konnte endlich wieder gemeinsam mit der Mannschaft einen Sieg feiern. Hierzu wurde der Block A dezent durch Pyro erhellt.
Auch als die Tribüne und der Rasen schon längst leer waren, verweilten einige von uns noch auf der Tribüne. Der Sieg tat allen so gut, dass noch weit nach Abpfiff auf der Tribüne gefeiert wurde. Lediglich die trockenen Kehlen sorgten dafür, dass man die Tribüne irgendwann doch verließ.
Der gelungene Tag wurde im ‚Saal Kaiser‘ abgerundet, wo man das Spiel noch einmal Revue passieren ließ.

Ein Kompliment an unsere Mannschaft für diesen gelungenen Auftritt. Auch wenn man mit dem SV Deutz einen sehr schwachen Gegner zu Gast hatte, lässt dieser Sieg auf unseren Besuch in Siegburg hoffen.
Dass das kommende Spiel um einiges schwieriger werden wird, ist wohl allen klar. Jeder im Umfeld wird den Erfolg gegen Deutz richtig einordnen können. Unser Verein steht immernoch da, wo er eigentlich nicht hingehört.
Aber der Anfang ist gemacht. Jetzt müssen Mannschaft und Fans am Sonntag nur noch beweisen, dass dieser Erfolg kein Ausrutscher war.
Wir fahren mit Sicherheit nicht in die Kreisstadt, um 3 Punkte abzugeben!
Forza HFV!

Block A Boyz 1998

[Bericht] Bor. Hohenlind/Lindenthal – FV Bad Honnef 4:0 (Mittelrheinpokal)

Die meisten Honnefer Fans fanden sich bereits relativ früh am Honnefer Bahnhof ein, um gemeinsam Richtung Domstadt zu reisen. Am Bahnhof Deutz wartete man auf diejenigen, die die Nacht zuvor zum Tag gemacht hatten, oder ihren Hauptwohnsitz nicht mehr im Rheinland haben.
Als alle Nachzügler eingetroffen waren, ging es mit der Bahn weiter Richtung Müngersdorfer Stadion.

BAB98

Enttäuschend war, dass man alle Kneipen in näherem Umkreis geschlossen vorfand. Nach einigem Umherstreifen entschied man sich dann, die Vereinsgaststätte des SC zu besuchen, um sich auf das bevorstehende Spiel einzustimmen. So verging die Zeit bis zum Spiel auch wie im Flug .
Besonders belustigend war es, dass der SC Borussia anscheinend den FC Hennef 05 erwartete und nicht den glohrreichen HFV:

Kurz vor Anpfiff wurde die linke, hintere Seite der ‚Westkampfbahn‘ bezogen. Leider ein seelenloser Kunstrasenplatz. Gerettet wurde das Ambiente lediglich durch das Kölner Stadion, welches direkt hinter uns thronte und für einen enormen Schall sorgte. Der Support begann schon ein paar Minuten vor Anpfiff. Zum Einlauf der beiden Mannschaften gab es von uns ein (kleines) Pyro-Intro, um die Honnefer Spieler noch etwas zusätzlich zu pushen.

Intro

Dazu gab der Honnefer Anhang von Anfang richtig Gas und die Gesänge erreichten eine sehr ordentliche Lautstärke.

Auch als der HFV bereits nach 7 (!) Minuten 2:0 zurück lag, ebbte der Support nicht ab. Zu diesem Zeitpunkt bestand noch ein wenig Hoffnung, dass man das Spiel noch irgendwie drehen kann.
Dass es am Ende nicht dazu kam, dürfte mittlerweile jeder mitbekommen haben. Nach zwei Platzverweisen für den HFV war die Sache gelaufen. Warum der Schiedsrichter Weirich seine HFV-Abneigung erneut unter Beweis stellte, bleibt sein Geheimnis. Die Karten-Bilanz der beiden Brüder bei Spielen mit HFV-Beteiligung ist allerdings sehr auffällig. Eigentlich kein Problem, wenn es nicht immer wieder sehr fragwürdige Entscheidungen wären.
So stand man also als Fan erneut enttäuscht und hilflos am Spielfeldrand. Wieder hatte man alles gegeben. Wieder kein Erfolgserlebnis. Irgendwann besteht die Gefahr, die Motivation zu verlieren. Um diesen Frust irgendwie los zu werden, gibt es nur wenige Möglichkeiten.
Wir entschlossen uns schlicht und ergreifend dazu, uns einfach mal selbst zu feiern.
Dies führte dazu, dass in den letzten 30 Minuten vollkommen unäbhängig vom Spiel supportet wurde. Auch auf die beiden Gegentore in der zweiten Hälfte wurde kaum noch reagiert. Stattdessen wurde ein Lied über mehr als 20 Minuten bis zum Ende des Spiels durchgesungen, teilweise begleitet durch Rauch und Bengalos. Es ist uns vollkommen klar, dass diese Art des Supports nicht überall Anklang fand, aber es war wichtig für unsere Gruppe, endlich mal wieder ein Highlight zu setzen. Denn ohne besondere Momente hält es kein Fan lange aus. Und da ist es auch egal, ob man für diese besonderen Momente selber sorgen muss.
Wir können nur hoffen, dass allen im Verein bewusst ist wie ernst die Lage ist. Es ist riskant zu sagen, dass das ’schon alles wieder klappen wird‘. Man kann nicht auf die Zukunft hoffen ohne in der Gegenwart zu handeln. Gerade da man nur ‚passiv‘ am Spielgeschehen teilnehmen kann, macht sich bei uns momentan etwas die Sorge breit, dass man diese Saison als HFV-Fan rechnen muss. Und zwar leider nicht mit dem Blick nach oben.
Es würde uns freuen, wenn unsere Mannschaft uns am kommenden Sonntag in dieser Hinsicht beruhigen könnte.

90 Minuten kämpfen!

Block A Boyz 1998

[Bericht] SG Köln-Worringen – FV Bad Honnef 2:0

Das Auswärtsspiel bei der SG aus Worringen wurde im Gegensatz zu dem letzten Aufeinandertreffen der beiden Vereine nur von wenigen Fans aus der Badestadt besucht. Merkwürdig, wenn man bedenkt, dass das letzte Spiel im Kölner Norden abends und an einem Werktag stattfand. Zusätzlich spielte man damals noch auf dem benachbarten Ascheplatz. Aber vielleicht mag es der geneigte Honnefer Fussballfan ja eher spät, dreckig und ungemütlich.

Doch anders als bei unserem letzten Besuch bei der SG, der – neben der herben Klatsche -nämlich auch aufgrund der dortigen Verhältnisse eher Grauen auslöste, konnte man bei Tageslicht die eigentliche Anlage des Vereins besuchen. Ein Rasenplatz mit kleiner Allee an der linken Seite und Bierverkauf aus einem Container. Dazu noch untypisch warmes Oktoberwetter und das Gefühl, dass hier und heute was gehen wird. Eigentlich war alles perfekt.

Als die ersten postiven Eindrücke zu diesem Tag auch noch durch die Spielweise unserer Mannschaft bestärkt wurden, dachte man, dass es noch einen Grund geben würde, um das Wochenende ausgelassen zu beenden.
Woran es nun lag, dass es am Ende alles anders kam, als man es aufgrund der Leistung unserer Mannschaft erwatet hätte, ist schwer zu sagen. An dieser Stelle sparen wir es uns, den Spielverlauf detailliert zusammenzufassen. Denn am Ende würde man eh wieder nur zu dem Schluss kommen, dass man über weite Teile des Spiels die eindeutig bessere Mannschaft war, sich einige hochkäratige Chancen herausspielte und nach 90 Minuten trotzdem mit einer 2:0 Niederlage nach Hause fuhr.

Es würde sich in der momentanen Situation einfacher leben lassen, wenn man als Fan ( und bestimmt auch als Spieler) zu hundert Prozent wissen würde, woran es momentan hapert. Die kleineren Probleme, die man ausmachen kann, können nicht der ausschlaggebene Grund dafür sein, dass man in dieser Saison noch ohne Sieg ist.

Aber vielleicht hat ja alles einen viel tieferen Sinn, als man auf den ersten Blick denken mag.

Denn während letzte Saison das Spiel in Worringen der Anfang von einem sportlichen Abwärtstrend war, könnte die Niederlage am Sonntag ja auch einfach der Anfang von unserem Aufwärtstrend sein. So betrachtet, wäre die vergangene Niederlage also der Startpunkt, um zurück zu unserem Glück zu finden. Denn genau dies scheint uns am meisten zu fehlen.

Und vielleicht ist es da auch gerade passend, dass am Sonntag die erste Runde des Verbandspokals ansteht. Denn wenigstens im Pokal konnten wir in dieser Spielzeit unsere Überlegenheit auch in Siege eintauschen.
Mannschaft und auch Fans müssen schlicht und ergreifend die Gelegenheit am Sonntag dazu nutzen, den Aufwärtstrend einzuleiten!

Wenn unser Knoten endlich platzt wird das laut, sehr laut.

Never surrender!

Block A Boyz 98