Archiv für August 2011

[Bericht] FC Hennef – FV Bad Honnef (Kreispokalfinale)

Nachdem man sich bereits im Halbfinale das Verbandspokallos erspielt hatte, war nur schwer zu sagen, wieviele Honnefer sich für das Finale in Spich aufraffen würden. Doch schon bald wurde klar, dass es wohl wieder eine ordentliche Anzahl an Fans werden würde, die den FV Bad Honnef begleitet.
Im Gegensatz zu den vorangegangenen Spielen im Pokal war diesmal leider keine gemeinsame Anreise als Gruppe möglich. Nach und nach fand man sich auf der Anlage im Spicher Waldstadion ein. Nachdem man zuerst den oberen Platz ansteuerte, um festzustellen, dass die Finalspiele am unteren Platz stattfanden, sammelte man sich als Gruppe im hinteren Bereich der kleinen Stehplatztribüne.

Vorfreude

Gemeinsam verfolgte man die letzten Minuten des Spiels um Platz um 3. Einige Gruppenmitglieder zeigten währenddessen an einem herumliegenden Ball warum sie heute neben- und nicht auf dem Platz standen.
Die Anspannung stieg und Erleichterung kam auf, als herauskam, dass die Verletztenmeldungen in der Presse wohl eine Fehlinformation waren.
Die Anlage wurde immer voller und es entstand eine dem Ereignis würdige Kulisse.

Gleich von Beginn an machte der Honnefer Anhang ordentlich Stimmung. Der durch Wald umschlossene Platz sorgte für eine gute Akustik.
Auf dem Platz zeigte sich, dass beide Mannschaften unbedingt den Sieg wollten. Der FC Hennef hatte anfangs mehr Spielanteile, jedoch ließ die starke Honnefer Hintermannschaft kaum Torchancen zu.
In der 23. Minute geschah dann das, worauf alle gehofft, aber vielleicht nicht geglaubt hatten- die Honnefer Führung durch André Honka. Nun war klar, dass in diesem Spiel alles möglich war.
Auch wenn der FC Hennef eine Klasse höher spielt.
Unsere Mannschaft zeigte trotz der vielen Ausfälle eine klasse Leistung. Ein Indiz für die individuelle Klasse in unserem Kader.
Nach einer großen Chance für die Hennefer durch einen Freistoß von Robert Zimnol gelang es den Honnefern durch Jens Brzenk den Vorsprung auf 2:0 auszubauen. Langsam traute man sich auszusprechen, was seit der Führung alle gedacht hatten.
Dem Spielverlauf entsprechend war der Support durchgängig laut und abwechslungsreich. Auch wenn man vielleicht wieder etwas unter den eigenen Möglichkeiten blieb. Aber daran ist wohl so schnell nichts zu ändern.

Block A Boyz 98 in Spich

Es galt nun, die komfortable Führung in die Halbzeit mitzunehmen, was unserer Mannschaft auch gelang.
Die Pause wurde auf den Rängen dazu genutzt, um das, was gerade geschah, richtig einzuordnen. Es war nicht allzu lange her, da hatte man sich lediglich gewünscht, dieses Mal nicht wieder gegen einen ‚namenlosen‘ Verein in der zweiten oder dritten Runde auszuscheiden.
Jetzt stand man im Finale und führte zur Halbzeit 2:0 gegen den klassenhöheren FC Hennef – und das durchaus verdient.
In der zweiten Hälfte investierte der FC Hennef etwas mehr, um die drohende Niederlage abzuwenden. Doch an unserer Abwehr und unserem Torwart, der den Ball einmal auf der Linie mit einem weltklasse Reflex parierte, war heute kein Vorbeikommen.
Der HFV blieb seinem Konterspiel treu und konnte in der letzten Spielminute sogar noch auf 3:0 erhöhen. Diesmal war es Dario Sanchez Copano, der für die Badestadt traf. Auf den Rängen herrschte nun grenzenloser Jubel und man ließ es sich nicht nehmen, die Hennefer an die 0:3 Testspiel-Niederlage der vergangen Woche zu erinnern. Testspiele sind nunmal Testpiele.
Nach einer Nachspielzeit von 3 Minuten pfiff der Schiedsrichter das Spiel ab und die kleine Sensation war perfekt! Einige Fans stürmten auf den Platz und gingen irritiert umher; andere zogen sich überwältigt zurück. Für beinahe alle war es der erste Titel mit dem HFV in ihrer Fangeschichte nach einer langen Zeit mit vielen Tiefpunkten.
Dementsprechend wurde der Erfolg auch anschließend gefeiert.

KREISPOKALSIEGER 2011

Nach dem obligatorischen ‚Schreck‘ mit der Mannschaft wurde anschließend noch einige Minuten der ‚Mythos vom Menzenberg‘ auf der mittlerweile verlassenen Anlage besungen.
Danach ging man geschlossen zur Kabinenanlage, um die Kreispokalsieger zu feiern.

Untitled from BAB 98 on Vimeo.

Von da ging es weiter in Richtung in Spicher Vereinsgaststätte. Der Weg dorthin wurde begleitet von Gesängen und einigen ,Breslauern‘. Der HFV war wieder da!
Auch im Vereinsheim selbst ebbte die Stimmtung nicht ab. im Gegenteil. Gemeinsam mit der Mannschaft wurde getrunken und gesungen. Auch wenn es lange keine Erfolge mehr zu feiern gab- wie man diese feiert wurde in Honnef in nicht verlernt.

BADESTADT

Der FV Bad Honnef ist also Kreispokalsieger 2011!
Zum ersten Mal seit weit über 20 Jahren ist der Pokal wieder in der Badestadt.
Der Weg zum Finale war wie eine kleine Saison. Jeden Mittwoch ein Spiel. Jeden Mittwoch eine Auswärtsfahrt. Nicht nur für die Mannschaft, sonder auch für uns Fans war der diesjährige Pokalwettbewerb eine gelungene Vorbereitung auf die kommende Landesliga-Saison. So ist die diesjährige Saison schon vor ihrem eigentlichen Start geprägt von vielen unvergesslichen Momenten, wie dem Tor in der Verlängerung gegen Niederkassel.
Auch wenn unser HFV diese Saison etwas kleinere Brötchen backt: die kommende Spielzeit wird mit Sicherheit alles andere als langweilig!
Nun ist es aber an der Mannschaft und ihrem Umfeld, den Pokalerfolg richtig einzuordnen. Auch als Pokalsieger ist der VfL Leverkusen eine extrem schwierige Aufgabe.
Dass wir dieses Spiel aber gewinnen können und auch wollen, ist wohl jedem klar.

Also alle zum ersten Heimspiel in den Menze!
Den Sieg herbeisingen!
Forza HFV!

Block A Boyz 98

KREISPOKALSIEGER 2011

KREISPOKALSIEGER 2011

Der Bericht folgt im Laufe des Tages.

[Vorbericht] FC Hennef 05 – FV Bad Honnef (Pokalfinale)

Am Mittwoch spielt der HFV gegen den FC Hennef im Finale des Kreispokals 2011.
2009 war Hennef im Halbfinale eine Nummer zu groß. Es bietet sich also die Gelegenheit für
eine Revanche.
Auch wenn man sich für den Titel ‚Kreispokalsieger‘ nichts kaufen kann – es bleibt ein Titel. Und einen Titel hat der HFV schon lange nicht mehr gelohnt. Ein Titel – so klein er auch sein mag- ist die gerechte Belohnung für die Arbeit des Umfelds in den letzten Jahren. Auch die Mannschaft hat es sich verdient, ihren Leistungen im Pokal die Krone aufzusetzen.
Mit Kampf und Leidenschaft von Spielern und Fans ist eine Mannschaft wie Hennef zu schlagen!

Es bleibt zu hoffen, dass erneut viele Honnefer den HFV begleiten. Wieviel Spass der Kreispokal machen kann, hat der vergangene Mittwoch gezeigt!

Auf zum Finalsieg!

Auf zum Finalsieg!

Aktuelle Zwischenstände in den Kreispokalwettbewerben

Für die, die es interessiert, eine Zusammenfassung der Zwischenstände in den jeweiligen Kreispokalen des Verbands Mittelrhein zum Download (DOC-Datei):

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[Bericht] FC Niederkassel – HFV (Pokal-Halbfinale)

Finale! Der Bad Honnefer Fussballverein spielt seit einer gefühlten Ewigkeit wieder im Verbandspokal! Um dieses Ziel zu erreichen war ein jedoch ein langer Fussballabend von Nöten- etwas länger als geplant.

Schon im Vorfeld konnte man die Euphorie bezüglich dieses Spiels spüren. Nicht wenige hatten spätestens seit dem Anfang dieser Woche nicht viel anderes mehr im Kopf. Ob die Euphorie auch dazu beitragen würde, dass ein paar Leute mehr als sonst in die Autos steigen würden, konnte man da noch nicht mit aller Sicherheit sagen.
Doch spätestens am Treffpunkt an der Menzenberger Straße wurde klar, dass sich fast keiner das Halbfinale entgehen lassen wollte.

Besonders erfreulich ist es immer, wenn zu wichtigen Spielen auch wieder Leute auftauchen, die man zuletzt vermisst hatte. Nicht jeder hat immer Zeit oder die Motivation, in das Stadion oder zu Auswärtsspielen zu kommen. Umso schöner, wenn man dann sieht, dass der HFV diesen Personen immer noch wichtig ist.

Die Abfahrt am Treffpunkt verzögerte sich aus diversen Gründen. Zum Glück schaffte man es dennoch relativ pünktlich an der Niederkasseler Anlage einzutreffen. Über die Anlage selbst braucht man nicht viel zu schreiben. Ein Kunstrasenplatz mit Stufen am Spielfeldrand und ein kleines Vereinsheim an der Westseite des Platzes.

Nachdem die Banner befestigt waren, starteten die mitgereisten Honnefer den Support ihrer Mannschaft. Während des Spiels wurde so ziemlich das ganze Repertoire abgesungen.
Der Support hatte über weite Strecken des Spiels eine ordentliche Lautstärke. Es wäre jedoch verlogen, wenn man sich nicht eingestehen würde, dass man weitestgehend unter den eigenen Möglichkeiten blieb. Denn was für ein enormes Potenzial an diesem Abend im Honnefer Anhang steckte, zeigte ein ‚Schreck‘ in der zweiten Halbzeit. Das Alles ist mit Sicherheit Meckern auf sehr hohem Niveau. Aber ohne Selbstkritik kein Fortschritt. Doch man darf mit dem Support im Allgemeinen mehr als zufrieden sein.

Block A Boyz

Auf dem Rasen selbst war der HFV in der ersten Hälfte durchgehend überlegen, konnte dies aber nicht ausreichend ausnutzen. Ein Fauxpas der Niederkasseler Abwehr und ein geistesgegenwärtiger Freyberger sorgten für die überfällige 1:0 Führung des HFV.
Im Anschluss darauf passierte nicht mehr viel. Hier und da wurden noch einige, teilweise größere Chancen von unserer Mannschaft herausgespielt. Das Ergebnis änderte sich dann erst in der 73. Minute – zu Gunsten der Gastgeber. Ausgleich. Hatte man sich vorher in Sicherheit gewogen, so stand jetzt wieder alles auf dem Spiel. Die restlichen Minuten war der FC sogar näher am Sieg als wir. Packende Schlussminuten, die man sich gerne erspart hätte.
Was folgte, war die Verlängerung, die noch einiges an Ereignissen neben und auf dem Spielfeld mit sich bringen sollte.
Der Honnefer Anhang zündete in der Verlängerung Böller und ‚Blinker‘. Über den Beitrag von Böllern zum Support einer Mannschaft kann man durchaus streiten. Im besten Falle kann man es als ‚Aufwecken‘ bezeichnen. Die Verwendung führte aber auch innerhalb der Gruppe zu kleinen Kontroversen. Genau in dieser Phase, in der die Stimmung am Spielfeldrand auf dem Siedepunkt war, fiel der herbeigesehnte Siegtreffer- wieder durch Freyberger. Der Honnefer Anhang eskalierte nun vollends. Unser Capo sprang in einer Mischung aus juvenilem Übermut und alkoholgeschwängerter Selbstüberschätzung über die Absperrung und legte den ersten (und jetzt schon legendären) Beton-Diver in der Geschichte der BlockABoyz hin. Ein Traum.
Die Mannschaft, die jubelnd in unsere Richtung lief, sorgte für ein Bild, dass niemand der Anwesenden so schnell vergessen wird. Das sind Momente, von denen man als Fan in trostlosen Zeiten zehrt.

Der Spielstand sollte sich bis zum Ende der Nachspielzeit nicht mehr ändern.
Die Mannschaft kam zu den mitgereisten Honnefern, um sich feiern zu lassen und als krönender Abschluss wurde noch ein ‚Schreck‘ gemeinsam mit der Mannschaft gestartet.

Die anschließenden Feierlichkeiten wurden von Teilen der Fans noch in die Kabine der Spieler verlegt, wo man sich mit Bier und Gesang noch einmal ausgiebig bedankte.
Schön, dass die Mannschaft diese Saison den Pokal ebenso ernst zu nehmen scheint, wie es der Anhang des HFV die letzten Jahre schon tat.

Diejenigen, die denken, dass durch das Erreichen des Verbandspokals die Luft aus dem Finale ist, möchte zum einen an das Auscheiden im Pokal gegen Hennef vor zwei Jahren und zum Anderen nochmal an den gestrigen Abend erinnern. Wir wollen dieses Spiel gewinnen- egal wie schwer das werden wird!
Auf zum Pokalsieg!
Forza HFV!

Block A Boyz 98

P.S.: Sorry für die Länge des Berichts, aber eine knappere Darstellung wäre der Vielzahl an Ereignissen einfach nicht gerecht geworden.