Hurra- wir leben noch!

Nach einigen Jahren, in denen wir unseren Auftritt im Internet bewusst vernachlässigt haben, werden wir ab der kommenden Saison wieder regelmäßig kurze Berichte in diesem Blog veröffentlichen.

Aber schon jetzt können wir euch beruhigen. In der Zwischenzeit hat sich nichts verändert:

Dorfplätze, Alkohol und der FV Bad Honnef!

Block A Boyz 98

[Bericht] FC Pesch – HFV 2:3 (1:2)

Den Abschluss der ‚englischen Woche‘ bildete der Ausflug in den Kölner Nord-Westen. Beim Treffpunkt am Stadion merkte man einigen Beteiligten deutlich an, dass das Wochenende keinen einzigen Tag länger hätte dauern dürfen. Richtige Ruinen.
Mit der obligatorischen Verspätung ging es dann mit zwei Autos los in die Domstadt. Ohne weitere Vorkommnisse erreichte man die dortige Anlage an der Kloake. Das Gründstück wird einmal sehr billig gewesen sein.
Die in der ganzen Liga bekannte Freundlichkeit der Pescher erwartete uns schon am Eingang: ‚Keine Flaschen auf dem Gelände‘. Es fällt sehr schwer, hier auf ein billiges Wortspiel zu verzichten.
Da das Spiel um 15 Minuten nach hinten verlegt worden war, gab es noch genug Zeit, sich im Pescher Biergarten mit Astra zu betanken. Astra und Fussball passt einfach.
Nach und nach trafen immer mehr Honnefer in Pesch ein, bis es schließlich an die 35 Badestädter waren. Sehr erfreulich auch, dass einige Spieler und Betreuer der zweiten Mannschaft inklusive Trainer die erste Mannschaft begleiteten.
Wie immer in Pesch, ging es für uns auf die kleine ‚Stehplatztribüne auf der Gegengerade‘. Einige Honnefer gesellten sich zu uns.

Sportlich ging es direkt vielsprechend los. Bereits in der dritten Minute des Spiels besorgte Schreck-Experte Millitürk die Führung für unseren HFV. Unnötigerweise gelang den Gastgebern schon kurze Zeit danach der Ausgleich. Es folgte ein gutes Fussballspiel mit Möglichkeiten auf beiden Seiten. Unser Kapitän konnte dann aber in der 30. Minute mit einem Volleyschuss das 1:2 markieren. Geile Bude!

Die zweite Halbzeit gehört bis auf wenige Ausnahmen unserer Mannschaft. Leider wurden erneut viele hochkarätige Chancen nicht genutzt. Erst in der 77. Minute erzielte erneut Millitürk das beruhigende 1:3.
Spannend wurde es aber trotzdem nochmal, da den Peschern kurz vor Ende der Partie der Anschlusstreffer gelang. Nach einem Platzverweis in der 90. Minute und dem damit verbundenen Rumgepöbel der Gastgeber pfiff der Schiedsrichter die Partie dann jedoch endlich ab.

Der Support war wie schon in Lindlar sehr in Ordnung und phasenweise auch in guter Lautstärke. Wir würden uns jedoch wünschen, dass die Honnefer, die unserer Nähe stehen, ihre Hände bei guten Aktionen unserer Elf auch mal zum Klatschen benutzen würden. Kostet nichts, kann Spaß machen, hilft der Mannschaft, hält jung. Das gilt auch für Heimspiele.

Der Sieg wurde mit der Mannschaft noch mit einer Welle-Wahnsinn gefeiert und auch unser Präsident und Trainer kam kurz bei uns vorbei.

Erwähnenswert ist noch der Aufpasser, der während des Spiels ständig mit einer ‚Platzwart‘-Armbinde um den Platz schlich. Lustig war seine Frage, ob das Gebelle ihm gelten würde. Ja, tat es, Wachhund. Pesch ist der einzige mir bekannte Platz an dem man weder Trinken noch Rauchen darf. Lachhaft.
Lachhaft, war es auch, dass unserem Betreuer durch den Wachhund das Rauchen untersagt wurde.
Bum darf rauchen wo er will, du Lappen!

Nach einem kurzen Siegerbier ging es wieder gen Badestadt, wo alle schnell in ihren Kojen verschwanden, um die Schlafrückstände des Wochenendes wieder aufzuholen.

Am Sonntag kommt mit dem TuS Marialinden eine Mannschaft, die mitten im Abstiegskampf steckt. Uns erwartet also höchst wahrscheinlich eine kampfbetonte Partie. Wenn wir dieses Spiel von Beginn an annehmen und unsere individuelle Klasse zur Geltung bringen können, darf es diesem Spiel jedoch nur einen Sieger geben: Unseren HFV!

Immer weiter!

Block A Boyz 98

[Bericht] TuS Lindlar – HFV 2:0 (0:0)

Die letzten Spiele der Saison bescheren uns gleichzeitig auch die weitesten Fahrten in der Landesliga Staffel 1. Von der Badestadt nach Lindlar ist es schon ein gutes Stück Strecke. Besonders am 1. Mai. Da an diesem Tag mit nicht besonders vielen fahrtauglichen Menschen zu rechnen war, mieteten wir im Vorfeld einen 9-Sitzer. Zusätzlich fuhr auch noch ein PKW vom Stadion in Richtung Bergisches Land.
Verzögert wurde die Anreise durch einen Fressanfall am Spicher Burger King. Es folgte ein Halt an der Tankstelle. Da war man schon 45 Minuten ‚unterwegs‘. Trotzdem schaffte man es noch zeitig bis zum Parkstadion in Lindlar.
Die Anlage liegt, große Überraschung, an einem kleinen Park und ist ansonsten austauschbar mit den vielen Kunstrasenplätzen der Liga. Unsere erste Standortwahl wurde von einem Lindlarer Offiziellen sofort kritisiert mit den Worten: ‚Da stehen Unsere!‘. Schmunzelnd ging es für uns also auf die andere Seite. Dort ging es dann direkt weiter mit den Kuriositäten: Ein älterer Herr mit Lindlar-Schal und Megaphon begrüßte uns im Namen der Lindlarer Fans. Mit dem Megaphon. Kult!
Der Zaun wurde ordentlich beflaggt und mit 13 Leuten aus unserer Gruppe ging es dann in das Spiel.

Da zwischen Spiel und Bericht nun doch schon ein paar Tage liegen, sparen wir uns an dieser Stelle eine minutiöse Aufarbeitung des Spielgeschehens. Nur so viel sei gesagt: Der HFV versäumte es, die ausreichend vorhandenen Chancen zu nutzen. Dazu gehörte auch ein verschossener Elfmeter. Auf diese Weise verliert man dann auch gegen Lindlar. Jene hatten schon gegen den VfL Leverkusen belegt, wie man einen Spitzenreiter fegt.
Der Support war während des ganzen Spiels auf sehr gutem Niveau. Dass die Stimmung gegen Ende der Partie kurz ins Gepöbel abglitt, geschenkt. Die Mannschaft wurde bis in die Schlussminuten lautstark unterstützt. Sehr zufriedenstellender Auftritt!
In Lindlar gab es übrigens ab der Halbzeit keine Getränke mehr. Keine Ahnung welche Zuschauermengen sich sonst auf den Platz verirren, aber das ist hart peinlich. Wir sind schon von Kreisligisten im Pokal unter der Woche wesentlich besser bewirtet worden. Nachsitzen, ihr Bauern!

Nach dem Spiel wurde die Mannschaft noch beklatscht und ein wenig aufgemuntert. Die Niederlage war nämlich alles andere als ein Beinbruch und vielleicht sogar ein Schuss vor den Bug zum richtigen Zeitpunkt.
In Anbetracht der geschlossenen Bierbude ging es auf dem schnellsten Wege zur nächsten Tankstelle. Also 15 Minuten Landstraße. Dort konnte man sich für die Rückfahrt mit Flüssigem eindecken, ehe auf der Autobahn mit dem Vito die linke Spur gepflügt wurde. Dürfte Rekord gewesen sein.
Der Abend wurde noch feucht-fröhlich beendet und bei manchem wurde es wieder hell auf dem Weg nach Hause.
Selhof Nord- Thekensport!

Block A Boyz 1998

FC Hürth – HFV 0:0 (0:0)

Die Partie gegen Hürth war allein schon aufgrund der Tabellensituation ein besonderes Spiel. Hinzu kam, dass es das letzte Spiel im Stadion an der Dunantstraße war. Der FC Hürth zieht um an die Sudetenstraße. Für diejenigen, die beim Relegationsspiel gegen Homberg nicht dabei waren, die letzte Chance dieses schöne Stadion zu besuchen.
Mit dem Zug ging es über Köln nach Hürth. Vorbildlich wurde mit dem Trinken gewartet, bis die Strassenbahn das Kölner Stadtgebiet verlassen hatte. Der plötzliche Jubel sorgte für Kopfschütteln bei den Mitreisenden. Man kann sich aus blöden Regeln durchaus nen Spass machen.
Das letzte Stück zur Dunantstraße wurde mit dem Bus zurückgelegt und schon war man am Eingang. Freundliche Begrüßung der Hürther inklusive. Netter Verein!
Wie schon beim Relegationsspiel zog es uns auf die rechte Seite der Tribüne, wo der Zaun großzügig beflaggt wurde. Das Ganze gab ein durchaus nettes Bild ab. Etwas nervig war lediglich die Soundanlage, die direkt über uns befestigt worden war.

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Gleich mit Spielbeginn wurde lautstark darauf aufmerksam gemacht, wer unserer Meinung nach das Geschehen regieren sollte. Es folgte der beste Support dieser Saison. Viel Bewegung, lautstark und geschlossen. Erfreulich war es auch, dass erneut viele Honnefer den HFV begleiteten. Weiter so!

Das Spiel war eine Landesliga-Partie auf hohem Niveau. Sehr wenig Fehler auf beiden Seiten und somit auch wenig Torraumszenen. Eine Führung für den HFV wäre in den ersten 45 Minuten jedoch nicht unverdient gewesen. Torchancen waren vorhanden. Es blieb jedoch beim 0:0 zur Halbzeit.
In der zweiten Hälfte folgten einige mehr oder weniger gute Chancen in Führung zu gehen. Auch die Gastgeber hatten eine gute Gelegenheit. Ein Treffer von Franke 5 Minuten vor Schluss wurde abgepfiffen. Ziemlich krasse Fehlentscheidung. Wenn, dann foulte der Verteidiger. Die schlimmste Fehlentscheidung sollte jedoch noch folgen. In der 90. Minute spielte ein Hürther den Ball mit der Hand. Im Strafraum. Also so richtig im Strafraum. Als der Schiedsrichter das Handspiel pfiff, stand der Delinquent sogar noch im selbigen.
Warum es dennoch einen Freistoß vor dem Strafraum gab, bleibt ungeklärt.
Der Freistoß ging direkt auf den Hürther Keeper, der den Ball aber nicht festhalten konnte. Es blieb aber leider beim 0:0 und das Spiel war zu Ende. Dass der Schiri sich von einigen Honnefern noch ein paar Nettigkeiten auf dem Gang zur Kabine anhören durfte, ist klar.

Mannschaft und Fans beklatschten sich noch gegenseitig. Schon wieder kein Gegentor und eine tolle Leistung. Es gab keinen Grund unzufrieden zu sein.
Auf Einladung eines Hürther Originals ging es dann noch in das benachbarte Tennisheim, bis der dortige Wirt ‚ausverkauft‘ meldete. Generell waren die Hürther sehr angenehme Gastgeber.

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Mit Bus und Bahn ging es dann inklusive unfreiwillig verlängerter Aufenthalte in Köln zurück in die Badestadt, wo man gegen 22 Uhr eintraf.

Am Sonntag gastiert dann der TuS Oberpleis an der Menzenberger Straße. Das kleine Derby sollte gewonnen werden, wenn man weiterhin oben mitreden will.

Also: Auf Rasen und Tribüne alles raushauen!

Forza HFV!

Block A Boyz 98

[Bericht] VfL Leverkusen – HFV 3:4 (2:3)

In der Woche nach der bitteren Niederlage gegen Friesdorf verließ unser langjähriger Trainer Timo Morano den Verein. Zumindest in seiner Funktion als Trainer der ersten Mannschaft. Diese Nachricht kam für alle ziemlich überraschend. Wir könnten jetzt spekulieren, was letztendlich dazu führte, dass sich beide Seiten voneinander trennten. Doch da dies zu nichts führt, lassen wir es bleiben.
Was wir allerdings sagen möchten ist, dass Timo Morano der erste Trainer und einer der wenigen im Verein war, der ehrliches Interesse an unserer Meinung zeigte. Wir möchten uns bei Timo für die Arbeit, die er jahrelang beim HFV geleistet hat, ganz herzlich bedanken!

Da es Sonntag wieder direkt gegen einen Konkurrenten um die Aufstiegsplätze ging, blieb nicht viel Zeit zum Nachdenken. Lothar Paulsen übernahm die Mannschaft und stellte sie auf das Spiel gegen den VfL ein. Die Bilanz sprach deutlich gegen uns: 7 Niederlagen, ein Remis. Das konnte nicht so bleiben!

Die meisten von uns reisten mit dem Zug in die Farbenstadt. Es folgte eine Autobesatzung mit Exilanten, Durchmachern und Frühdienstlern, die genau zum Spielbeginn eintraf. Insgesamt waren circa 30 Badestädter an der Tannenbergstraße zugegen.

Es begann ein Spiel, das wahrlich nichts für schwache Nerven war. In der 13. Minute verwandelte Werken einen direkten Freistoss mustergültig. Die Freude über diesen Sahnetreffer währte jedoch nicht lange, da Nguyen schon drei Minuten später den Ausgleich erzielte. Anschließend ein munteres hin und her. Leider auch mit einigen Fehlpässen auf Honnefer Seite, die zu gefährlichen Situationen führten.
In der 23. Minute des Spiels zeigte der Schiedsrichter nach Foul von Pettineo auf den Elfmeterpunkt. Der Elfmeter, der zweimal ausgeführt wurde, landete im Honnefer Tor. Knappe zehn Minuten später der Honnefer Ausgleich durch den starken Millitürk, der Honnef kurz vor der Pause auch noch in Führung schoss.

Bis zur Halbzeit war also schon einiges los gewesen. Dies sollte sich auch den zweiten 45 Minuten nur unwesentlich ändern.

Trotz der bescheidenen Akustik des Leverkusener Platzes, war der Support relativ überzeugend. So langsam scheint man aus der Winterpause zu kommen. Leider kommen die längeren Lieder immernoch ohne wirklichen Druck. Da muss man sich noch deutlich steigern!

Unsere Elf kam gut aus der Kabine und dominierte den Beginn der zweiten Halbzeit. Es war die 57. Minute, als Freyberger einen Lattenschuss von Leisch zur 4:2 Führung einnetzte. Nur kurz konnte man diese relativ beruhigende Führung genießen, da der VfL schon drei Minuten später erneut traf.
In den restlichen 30 Minuten spielte hauptsächlich Leverkusen in der Honnefer Hälfte. Dass es in dieser Zeit nicht noch zum Ausgleich kam, hatte man unter anderem unserem Torwart zu verdanken, der im Strafraum sehr viel Sicherheit ausstrahlte.
Als der Schiedsrichter dann irgendwann endlich das Spiel beendete, waren alle sichtlich erleichtert. Lange nicht mehr ein so spannendes Spiel gesehen!
Man klatschte noch kurz mit der Mannschaft ab und machte sich nach ein paar Fangetränken auf zum Bahnhof. Die Rückfahrt bewies erneut, dass das Fahrradabteil eines Regionalzugs einer der lustigsten Orte überhaupt ist. Aber mit guter Laune und etwas Bier hat man fast überall Spaß!

Nächste Woche geht es dann endlich wieder am Menze um 3 Punkte. Der TuS aus Mondorf gastiert dann in der Badestadt. Die Mondorfer, die tabellarisch mit dem Rücken zur Wand stehen, werden mit Sicherheit alles versuchen, um etwas aus unserem Stadion mitzunehmen.
Sorgen wir dafür, dass es nur Rasen unter den Schuhen ist!

Forza HFV!

Block A Boyz 98